Kennt jemand dieses Buch: "Die Kunst des Game Designs"

  • kennt jemand dieses Buch? (Als E-Book 42.- sonst 50.-)
    https://mitp.de/IT-WEB/Softwar…es-Game-Designs-oxid.html


    Oder im Vergleich dieses? (Als E-Book 24.- sonst 29.-)
    http://www.hanser-fachbuch.de/…+Produktion/9783446431638


    Ich würde gerne wissen ob sich eines der beiden Bücher lohnt und ob das teurere den Mehrpreis wert ist.
    Beim Game- Design gibt es viel zu beachten und das Inhaltsverzeichnis sieht umfassend aus.


    Vielleicht kennt jemand eine Alternative :-)

  • Danke für den Kommentar :)
    Ja, in der Kindle Leseprobe sah es vielversprechend aus.
    Die Kindle Version hat den Vorteil es überall auf dem Handy weiterlesen zu können. Ein physisches lässt sich besser lesen.
    Preislich liegen die Varianten ja nicht so weit auseinander.

  • Das Jesse Schell Buch finde ich zwar nicht schlecht - aber mein Lieblingsbuch ist es nicht ganz. Ich finde es trotzdem noch "empfehlenswert", hätte mir aber stellenweise gewünscht es wäre gekürzt worden.


    Die meisten "Lupen" (Betrachtungsweisen und Fragestellungen die einem helfen Game Design zu überarbeiten) die Schell vorstellt sind sehr brauchbar um das eigene Projekt zu reflektieren und zu verfeinern, aber manche Sachen waren mir zu langatmig geschrieben oder echt überflüssig.So schreibt er zum Beispiel einen ganzen Absatz lang wie wichtig es ist ausreichend zu schlafen. Ja klar, das gilt nicht nur für Game Designer. Aber in dem Buch wirkte sowas fehl am Platz. Auch so manche langatmige Beschreibungen über sein Leben als Jongleur und wie ihn der Meisterjongleur dazu brachte das Leben mit offenen Augen zu sehen...jaja sehr löblich aber *gähn* man muß schon bereit sein vieles zu lesen was eigentlich entweder "am Thema vorbei" geht oder arg in die Länge gezogen ist. Und ich will auch nochmal darauf hinweisen daß er zwar als "Industry leader" gepriesen wird aber von Schells Spielen gefällt mir kein einziges wirklich gut.


    Dennoch für die "Lupen" und die vielen Psychologischen Aspekte 4 von 5 Sternen von mir.

  • Ich habe mir "Die Kunst des Game Designs" jetzt ausgeliehen un fange am Wochenende an zu lesen.

    Habs mir auch vor ner Woche ausgeliehen und habe schon etwas drin gelesen. Bisher finde ich es ganz gut, allerdings merke ich, dass es zum "einmal durchlesen" nicht geeignet ist. Denke, ich werde es mir früher oder später wohl kaufen "müssen", da es halt eben ein Fachbuch ist und man sicher einiges auch mehrmals wieder nachschlagen muss, da man unmöglich alles behalten kann daraus.

  • Habs mir auch vor ner Woche ausgeliehen und habe schon etwas drin gelesen. Bisher finde ich es ganz gut, allerdings merke ich, dass es zum "einmal durchlesen" nicht geeignet ist. Denke, ich werde es mir früher oder später wohl kaufen "müssen", da es halt eben ein Fachbuch ist und man sicher einiges auch mehrmals wieder nachschlagen muss, da man unmöglich alles behalten kann daraus.


    Ich würde mir wenigstens die Seiten mit den"Lupen" kopieren - das sind fast alles ganz brauchbare Denkanstöße die man immer mal wieder durchgehen kann und sich fragt "Wie kann ich das besser machen".

  • Ich habs mir auch besorgt. Bin erst Bei Kapitel 4, aber jetzt merke ich schon, dass meine Spiele in vielen Aspekten nicht durchdacht sind. :D
    Ich freue mich schon, wenn ich alles analysieren kann, und meine zukünftigen Spiele werden sich dadurch mit Sicherheit verbessern :)


    Die Lupen gibt es auch als App:
    https://itunes.apple.com/gb/ap…f-lenses/id385531319?mt=8
    https://play.google.com/store/…lgames.deckoflenses&hl=de

  • Ich habs mir auch besorgt. Bin erst Bei Kapitel 4, aber jetzt merke ich schon, dass meine Spiele in vielen Aspekten nicht durchdacht sind. :D
    Ich freue mich schon, wenn ich alles analysieren kann, und meine zukünftigen Spiele werden sich dadurch mit Sicherheit verbessern :)


    Die Lupen gibt es auch als App:
    https://itunes.apple.com/gb/ap…f-lenses/id385531319?mt=8
    https://play.google.com/store/…lgames.deckoflenses&hl=de


    Hey danke für den Tip mit der App. Dann ist die ja auch noch kostenlos. Echt super, habe ich mir sofort geladen. Finde die app ehrlich gesagt wirklich super nützlich.

  • Ich habe das Buch von Jesse Schell auch und habe es fast komplett gelesen. Es ist definitiv empfehlenswert. Aber ich muss auch sagen dass es mit einmal lesen kaum getan ist. Es werden so viele Hinweise und systematische Vorgehensweisen vorgestellt dass es kaum möglich ist dass auf Anhieb alles zu merken. Aber ich habe bereits gelesene Kapiteln erneut aufgeschlagen und einfach nachgeschaut wie die empfohlene Vorgehensweise aussieht.


    Jesse Schell schreibt schon am Anfang des Buches dass es keinen goldenen Weg gibt und alle seine Schilderungen nur seine Erfahrung und mögliche Betrachtungsweisen darstellen. Und er macht auch klar das Game Design so theoretisch es auch wirken mag eindeutig eine Sache der Praxis ist.

    Er macht klar dass man Game Design nicht lernen kann um dann auf Anhieb das perfekte Spiel zu planen. Systematisches Vorgehen und Erfahrungen helfen weiter und verkürzen den Prozess der Prototyping. Aber es bleibt auch eine große Portion Kunst Faktor und Zufall übrig die es zwingend notwendig machen die Ideen in der Praxis auszuprobieren.


    Insofern ist das Buch keine Garantie um ein guter Game Designer zu werden. Aber man profitiert meiner Meinung nach massiv von den Erfahrungen und Überlegungen von jemandem der das schon lange macht und offenkundig viel darüber nachgedacht hat was eigentlich Game Design ist und was ein gutes Spiel ausmacht.


    Game Design wirkt wie eine Kunstform. Und Ideen und Konzepte entstehen oft aus der Fantasie heraus und einem Bauchgefühl dass einem sagt dass eine bestimmte Idee gut ist. Man orientiert sich daran was Spaß macht.

    Game Design zu rationalisieren könnte für den einen oder anderen wie Ketzerei wirken :D

    Wie kann man eine gute Spielidee rational beurteilen wenn es doch Kunst, Fantasie und Bauchgefühl ist und sich daran orientiert was einfach emotional Spaß macht?

    Aber doch es funktioniert ganz gut. Systematische Methoden in der Entwicklung, Brainstorming und einige Erfahrungen mit bestimmten Grundideen in Spielen sind sehr hilfreich die eigene Spielidee reifen zu lassen. Rationalisierung im Game Design kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen dass das Spiel bei der ausgewählten Zielgruppe gut ankommt.

  • Also ich finde im Nachhinein die App mit den Lupen echt noch das beste. Ja ich würde das Buch auch Leuten empfehlen die Anfänger sind und noch nicht viel Erfahrung mit Game Design haben, aber für jemanden wie mich der schon in der Branche gearbeitet hat und so diverse Spiele mitentwickelt hat würde ich sagen ist es mir als Lektüre etwas zu langatmig. Es ist nicht total schlecht geschrieben,also kein "Mathebuch" aber auch nix was ich mir so als Nachschlagewerk auf den Schreibtisch legen würde. Die Lupen sind echt gut (OK auch nicht ALLE, aber zumindest "viele") und ich hatte ein paar Post-its bei diversen Lupen drin aber jetzt wo ich die App habe konnte ich es einem Kumpel vermachen.


    Was wirklich gut ist an dem Buch finde ich daß es so viele Aspekte anschneidet - auch viele Sachen mit denen ich mich nach über einem dutzend Spiele an denen ich mitgewirkt habe auch wirklich nie bedacht habe - von daher - man lernt nie aus.


    Letztlich ist das Buch auch eine "Meinung" und das ist im game design fast das wichtigste - andere Meinungen ernst zu nehmen und zu respektieren - nur so reflektiert man sein eigenes Werk realistisch und brauchbar. Mir waren immer Leute lieber die fluchend geschrien haben was Schrott ist an meinen Spielen als solche die mir 10 mal sagen wie geil alles ist. In der Branche muß Kritik nicht mal konstruktiv sein - wie man es besser machen kann ist Aufgabe der Designer - die Tester müssen nur sagen was nicht klappt und keinen Spaß macht.


    Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Buch - wie Jesse Schell so schön schreibt - es sind alles seine eigenen Erfahrungen - und am Ende wird man kein guter Game designer aus dem lesen von 3 Dutzend Büchern sondern eben durch die Erfahrung. Am Ende gilt eben doch Machen>Planen da man gerade von Mißerfolgen verdammt viel lernt. Und wie schon erwähnt - von Jesse Schells Spielen hat mich keines begeistert. Ich muß aber zugeben daß er über das Thema besser (und mehr!) schreiben kann als ich. Für so einen dicken Wälzer wäre ich aber auch zu faul muß ich zugeben.

  • Die Lupen sind finde ich eine gute Idee. Bei so viel Theorie und Analyse kann man sich schon etwas verloren vorkommen und später nicht mehr genau wissen was jetzt eigentlich die Erkenntnis aus dem ganzen ist. Die Lupen bringen die Dinge zusammenfassend auf den Punkt und listen die Kernaussagen auf.

    Man kann es auch so sehen dass das Buch eine umfangreiche Beschreibung und Begründung der Lupen ist. Man kann sich also an den Lupen orientieren und wenn man zu einer bestimmten Lupe genaueres wissen will entsprächen im Buch viel dazu lesen. Ich glaube aber jemand der nur die Lupen liest aber das Buch nicht gelesen hat wird nur einen Bruchteil der Lupen nachvollziehen können.

  • Ja es kommt auch echt auf den Background an. Ich war so aus dem Häuschen als ich die Lupen app hatte ich hab das gleich einem Freund aus Oregon erzählt - der macht schon seit 15 Jahren nur Game design und der war auch total begeistert - ohne das Buch je gelesen zu haben. Wie er sagt "Wow this reminds me of things i would never even have considered thinking about!". Aber ja es kommt natürlich auch total aufs Spiel an - wenn du nur ein kleines Puzzle Spiel hast dann sind die meisten Lupen natürlich useless. Und klar - ein totaler Anfänger der noch nie ein Spiel designt hat braucht manchmal etwas mehr als nur "Functional Space - is the space of this game discrete or continuous?". Klar da denkt mancher Newbie "Hääääh?" gerade wenn er eine Wirtschaftssimulation macht.


    Nicht alle Lupen passen auf alle Spiele. Ja und die Zeiten ändern sich. ALs ich ein Kind war hatte mein Vater noch Text Adventures gespielt. In Japan sind die heute noch als "Visual Novels" beliebt - ab und zu mal ein neues JPG Bild geladen, aber hier in Germany kann ich damit kaum jemand begeistern. Andere Zeiten, andere Kulturen, andere Zielgruppen. Wie gesagt - Erfahrung kann man nur machen - lesen kann man die nur sehr begrenzt. Die Zeiten ändern sich dauernd. In den frühen 90ern konnte ich ein point-and-click adventure verkaufen wie geschnitten Brot - Heute nur was für Nostalgiker - der typische 14-Jährige schaut dich an "man Alter was isn das fürn Mist!".... Jaja man muß auch am Ball bleiben - trends, Kultur, Platform.